Richard Aßmann - Opfer der Köpenicker Blutwoche

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Richard Aßmann war Mitglied der SPD

In der heutigen Aßmannstr. in #Friedrichshagen lebte Richard #Aßmann.

Vorsitzender AOK-#Betriebsrat Mitglied der #SPD.

Als erstes Opfer der #KöpenickerBlutwoche zerrten ihn Nazis aus der Tram & folterten ihn in einem SA-Lokal und ermordet ihn. Ein #Stolperstein erinnert an diesen furchtbaren Mord.

Der Angestellte Richard Aßmann war Mitglied der SPD. In den Jahren der Weimarer Republik wurde er von den Angestellten der AOK Berlin zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt. Aufgrund seiner Hitler-kritischen und antifaschistischen Haltung als Kreisleiter des Reichsbanners wurde er von der SA am 20. Juni 1933 aus der Straßenbahn gezerrt, in einem SA-Lokal gefoltert und ermordet.

Er gilt damit als erstes Opfer der Köpenicker Blutwoche. Einer seiner Mörder war Fritz Liebenhagen, wie ein Prozess 1950 zeigte. Sein Leichnam wurde am 11. Juli 1933 an der Dahme gefunden. 

„Nie mehr zurückkehrte dagegen unser Genosse Richard Aßmann, Köpenicks Reichsbannerführer. Dessen unkenntlich gemachten Leichnam fand man in einem Sack verschnürt in der Dahme. Da seine Witwe nicht in der Lage war, die Leiche zu identifizieren, begleitete mein Vater die Tochter, Hilde Aßmann, auf diesem schweren Weg. Der Tote konnte lediglich noch an der Uhr identifiziert werden.“ Er wurde auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beerdigt.